TV-Kamerabefahrung verständlich erklärt — wie die Inspektion abläuft, wann sie sinnvoll ist und was der Bericht Ihnen sagt.
Was ist eine Kanalinspektion?
Bei einer Kanalinspektion wird eine kleine, hochauflösende Kamera an einem flexiblen Kabel in die Rohrleitung eingeführt. Die Kamera liefert Echtzeit-Bilder auf einen Monitor und zeichnet alles auf Video auf. So wird der Zustand der Leitung sichtbar — ohne einen einzigen Spatenstich.
Moderne Inspektionskameras sind selbstnivelierend (das Bild steht immer richtig), verfügen über LED-Beleuchtung und können Entfernungen messen. So kann der Techniker genau feststellen, wo ein Schaden liegt.
Wann ist eine Inspektion sinnvoll?
Immobilienkauf: Der Leitungszustand ist ein versteckter Wertfaktor. Schäden an Grundleitungen können tausende Euro kosten.
Wiederkehrende Verstopfungen: Die Kamera zeigt die Ursache — ob Wurzeleinwuchs, Versatz, Ablagerungen oder Rohrbruch.
Gebäude älter als 30 Jahre: Alte Rohre aus Ton oder Guss entwickeln Risse und Versätze.
Vor Sanierungsarbeiten: Zustandsanalyse als Grundlage für die Planung.
Nach Baumarbeiten: Prüfung auf Wurzeleinwuchs.
Was zeigt der Inspektionsbericht?
Ein professioneller Bericht enthält:
• Videomaterial der gesamten Befahrung • Fotos der Schadstellen mit Meterangabe • Zustandsbewertung nach Schadensklassen • Beschreibung jedes Schadens (Riss, Versatz, Wurzeln, Korrosion) • Handlungsempfehlung (sofort sanieren, beobachten, kein Handlungsbedarf)
Mit diesem Bericht können Sie fundierte Entscheidungen über Sanierungsmaßnahmen treffen.
Häufige Fragen
Wie lange dauert eine Kanalinspektion?
Für ein Einfamilienhaus 30–60 Minuten. Bei größeren Leitungsnetzen entsprechend länger.
Muss vor der Inspektion gereinigt werden?
Idealerweise ja — eine Hochdruckspülung vor der Kamerabefahrung liefert deutlich bessere Bilder. Viele Betriebe bieten beides als Paket an.